VACUUM THEORY
Alex Buess


PHYLUM für Solo Perkussion, Solo Elektronik, Ensemble & Live-Elektronik (2005)
Daniel Buess: Solo Perkussion, Alex Buess: Solo Elektronik
& Ensemble Phoenix Basel (Leitung: Jürg Henneberger)

Ensemble Phoenix Basel: Christoph Bösch: Bassflöte, Toshiko Sakakibara: Klarinette, Marianne Aeschbacher: E-Violine, Beat Schneider: E-Violoncello, Aleksander Gabrys: Kontrabass, Dirk Amrein: Posaune, Daniel Stalder: Perkussion, Maurizio Grandinetti: E-Gitarre, Matthias Hettmer: E-Bass, Daniel Sailer: E-Kontrabass, Thomas Peter: Live-Elektronik. Manuel Liebeskind: Live-Mischung

Das 32-minütige Stück Phylum wurde 2005 für Cortex und das "Ensemble Phoenix Basel" geschrieben und am Lucerne Festival 2005 in seiner ersten Fassung neben dem Schwesterwerk Ghosts of Schizophonia – Phylum II , einem Kompositionsauftrag von Lucerne Festival, uraufgeführt.
Als Kompositionsvorlage dienen Sequenzen aus Filmen wie: L’année dernière à Marienbad (1960) von Alain Resnais oder der japanische Fantasy-Film Tetsuo – The Iron Man (1988) von Shinya Tsukamoto.
Filmbilder wurden in Klang umgesetzt, freilich nicht zitierend: originale Filmmusik taucht nicht auf.
>>Schizophonie<<: Klangspaltung ist ein weiterer Wortparameter, der in Phylum eine Rolle spielt:
Dieser Begriff wurde vom kanadischen Komponisten und Klangforscher R. Murray Schafer in seinem Text The New Soundscape geprägt. Bei jedem Lautsprecher (ob nun beim Grammophon oder beim Radio) wird der Klang von der Klangquelle losgelöst. Was bei den Medien längst akzeptiert ist, wird in der Live-Situation gespenstischer. – Allgemein geht der Zuhörer von Musik im Konzertsaal davon aus, dass er die Klangquelle orten und das Hörbare mit den Bewegungen des Musikers verbinden kann. Genau das aber wird hier aufgehoben. Was das Auge sieht und was das Ohr hört, fällt oft auseinander – schizophonisch.
Wir gehen davon aus, dass sich die Wahrnehmungsebenen logisch verbinden lassen. Diese Selbstverständlichkeit ist aber aufgebrochen... In diesem neuen Werk nun spuken die Geister der Schizophonie durch den Konzertsaal. Das Publikum sitzt inmitten des Surrounds, des Klangfelds.
Cortex

VACUUM THEORY I-IV

Alex Buess: Elektronik, Mix & andere Klangmanipulationen
Daniel Buess: Perkussion & elektroakustische perkussive
Klangobjekte, Manuel Liebeskind: Live-Mischung

Der zweite Teil des Konzertes besteht aus 4 Stücken mit den illustrativen Titeln VACUUM THEORY I-IV.
Robert Matthews, London Sunday Telegraph, New Scientist, 25. Februar1995 über Vakuum:
>>It is all around you, yet you cannot feel it. Its effects may have lit up the Universe in the big bang but today just lights up your office. It is the source of everything, yet is nothing... Vacuum was merely a vague philosophical concept until the early 19th century. (as per René Descartes)<<
Es handelt sich dabei um 4 Kompositionen von Cortex, welche 2002 im Rahmen eines Gast-Konzertes von Cortex in der "Philharmonique Georges Enescu" in Bukarest uraufgeführt worden sind.
Cortex wurde 1999 von Alex & Daniel Buess ins Leben gerufen. Diverse Projekte bilden einen Bestandteil der Cortex–Biographie: darunter Radioproduktionen für Radio DRS, verschiedenen Auftritte an Festivals (u.a. Taktlos & Tonart) und eine Kooperation mit dem rumänischen Komponisten Iancu Dumitrescu und dessen Ensemble "Hyperion". Dumitrescu hat 2002 für Cortex & Ensemble das Werk Bolids & Contemplations geschrieben, welches Cortex in Bukarest uraufgeführt hat.
Cortex`s Musik ist syn-phonisch, mehrschichtig, sowohl maschinell als auch organisch. Sie gehört zum grossen, noch ziemlich unerforschten Gebiet der zeitgenössischen Elektronik. Wichtige Bestandteile bilden live-elektronische Strategien, Studio Produktionen für Filmmusik und auch Sounddesign. Cortex`s Musik beinhaltet aber auch Klang-Visionen aus Break-Core, Drum & Bass, Dub und anderen so genannten >>New Electronics<<

 

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