Konzert beim "Europäischen Musikmonat Basel", 25.11.2001, Paul Sacher-Halle Basel, Werke von M.Illés (UA), Y. Pagh-Paan, R.H.P.Platz (UA), P.Eötvös (UA)
Sardana, Parabel, Fluss und Collage


Musikmonat/ Das Ensemble Phœnix Basel spielte erstmals beim "Europäischen Musikmonat"-und wusste zu begeistern
Es war der Abend der Uraufführungen und der des "Ensemble Phœnix Basel" unter Jürg Hennebergers Leitung, und er verriet zweierlei: Zeitgenössische Musik hat das Erzählen noch nicht ganz verlernt und die "Lokalmatatoren" können sich, was ihre Spielkultur anbelangt, mit den besten europäischen Ensembles messen.
...(über "Ballettmusik" von M.Illés) Ein bezaubernder "Pas de Deux" zwischen Flöte und Klarinette eröffnet den zweiten Satz, doch die beiden bleiben bleiben nicht lange allein, andere kommen hinzu(wie in der katalanischen Sardana) und befeuern die Musik;sie wird hektisch, exaltiert und durch die Schlagzeuger drohend...Schön zu hörende Musik; noch schöner wäre gewesen, man hätte dazu tanzen können.
...(über "Io" von Y. Pagh-Paan) In Younghi Pagh Paans Musik stehen die gnadenlosen Handschläge auf die grosse Trommel für die Macht, die verstösst.Doch neben diesen Eruptionen gibt es auch zarte, anrührende Klänge, die vielleicht bezeugen sollen, dass Io trotz allem Mensch und Frau geblieben ist. Das Pianissimo der Geige am Schluss klingt wie die Projektion einer Utopie: Die Welt als friedlicher Zufluchtsort. Das war beeindruckend zu hören.
Mit Peter Eötvös' "Snatches of a conversation" für Doppeltrichtertrompete und Ensemble wurde aller Tiefsinn weggeblasen. Es macht schon Vergnügen, einmal entspannt-aufmerksam zuhören zu dürfen.Eötvös' bunte Konverationsschnipsel formen klanglich ein unterhaltsames Potpurri, das sich nach und nach in einen herrlichen Swing schaukelt, der den Zuhörer aufnimmt und davonträgt. Well done! und super der Trompeter Marco Blaauw. Rauschender, wie befreit klingender Beifall.
Basellandschaftliche Zeitung, 27.11.2001, Nicolaus Cybinski


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