Schweizer
Erstaufführung der Kammeroper "Mare Nostrum" von Mauricio Kagel
mit dem Ensemble Phoenix Basel am Theater Basel
Einspruch, Euer Ohren
Ein Abfallcontainer, ein erratisches Bild und ein Wasserschlauch: Aus den Müllsäcken
werden später die Akkordeons gezogen, die sich in den Kammerton des gemischten
Instrumental-Sextetts einmischen (und sich von ihm abgrenzen); das Bild wird
überblendet von Zeichen, die als Signale in ein fremde Welt zu deuten sein
mögen,mit einem Schlauch füllt der Dirigent Jürg Henneberger
einen Bottich...
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.3.02, Frieder Reininghaus
Chaotisches Kunterbunt
...Faszinierend sind die fremdländischen Instrumente. Zuerst der höchst
aktive Schlagzeuger, der auch mal mit Wasser gurgelt. Die holprig-verdrehte
deutsche Sprache, die die Fremdlinge reden und singen, ist komisch, aber niemand
lacht.
Blick, 2.3.02, Hans Uli von Erlach
Amazonier auf Entzug
Jürg Henneberger leitet sein Ensemble Phoenix Basel-diesen symbolhaft solistischen
Klangkörper aus Schlagwerk, Cello, Harfe, Flöte, Oboe, und Gitarre-mit
Präzision und manchmal sogar ekstatischer Hingabe, da steigern sich Eroberer,
Einwohner und Dirigent, bis alle drei erschöpft zusammenbrechen. So viel
Einsatz wünscht man sich auch von anderen Dirigenten!
Süddeutsche Zeitung Zeitung, 2.3.02, Clemens Prokop
"Mare Nostrum" von Kagel am Theater Basel
Alle Beteiligten, die beiden Sänger, die auch szenisch einiges zu bieten
haben, Jürg Henneberger mit seinem Ensemble Phoenix Basel, boten eine wirklich
aufregende schweizerische Erstaufführung von "Mare Nostrum".
Die verschobene Premiere wurde auf der kleinen Bühne mit Begeisterung aufgenommen.
Basler Zeitung, 2.3.02, Michael Kunkel
Nachtseite des Abendlands
...Dass sich diese Geschlossenheit voll entfalten kann, ist namentlich dem vielseitigen
Ensemble Phoenix Basel unter der Leitung von Jürg Henneberger sowie den
beiden Sängerdarstellern Björn Waag, Bariton und Sprecher; und Charles
Maxwell, Countertenor zu verdanken.Mit grossem Einsatz un Können weit über
ihr jeweiliges Fachgebiet hinaus leuchten sie die mit verspielten Details und
verrückten Klangeffekten gespickte Partiur aus. Die beiden Sänger
überzeugen nicht minder als Schauspieler, Sprecher und Perkussionisten.
Dazu entpuppen sie sich auch noch als hingebungsvolle Akkordeonisten, die zusammen
mit dem Dirigenten Jürg Henneberger und dem Perkussionisten Daniel Buess
eine der abgründigsten Szenen, eine Collage aus Einzeltönen und Luftgeräuschen
gestalten.
Der Bund, 2.3.02, Patrick Fischer
"Vor uns die Sintflut, nach uns das Strandgut"
...Waag und Maxwell gestalten die anspruchsvollen Partien, die bis zu klar vorgeschriebenen
lautmalerischen Sprachgebilden reichen, grossartig, Christoph Bösch (Flöten),
Béatrice Zawodnik (Oboe), Mats Scheidegger (Gitarre, Mandoline, Laute)Consuelo
Giulianelli (Harfe), Beat Schneider (Cello) und Daniel Buess (Schlagzeug) spielen
unter der enorm präzisen Leitung von Jürg Henneberger bravourös.
Die enormen rhythmischen Schwierigkeiten bereiten ihnen so nicht die geringsten
Probleme: eine packende musikalische Interpretation.
Basellandschaftliche Zeitung, 2.3.02, Christian Fluri
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