Konzert,
6./9. Juni 2002, Gare du Nord Basel, Werke von Alex Buess, Thomas Kessler, Iannis
Xenakis
Gnadenloses Malmen
.... Kessler setzt elektronische Modulationen als eine Art Assotiationsmaschine
in Gang. Der Pianist Manuel Bärtsch und die Harfenistin Consuelo Giulianelli
machen sich auf die Reise und erforschen ein elektroakustisches Paradies aus
Gamelanklängen...
.... Kaum jemand hätte vermutet, dass Xenakis' gewalttätiges Epos
in derselben Nacht an Brachialität noch übertroffen werden könnte.
Doch dann kam Alex Buess' "Parallaxe A", die in einer biomechanischen
Version zur Uraufführung gelangte...
... Angesichts der Aktionen seines unbändigen Katastrophensalonorchesters
vollführt der verkabelte Dirigent Jürg Henneberger einen tückenreichen
Striptease und bedient Skrjabins auf drei Lämpchen reduziertes Farbenklavier.
In Deckung! Das erste Konzert, das das Stampfen und Dröhnen der Lokomotiven
nachhaltig zu übertönen vermochte.
Basler Zeitung, 8.Juni 2002, Michael Kunkel
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